[ INTERVIEWS ]

AEONS CONFER im Interview
LIZARDMAILORDER.DE
- 03. Juli 2009 -

Jana :
Die Band wurde 1997 von Simon und Nils gegründet.
Wie kam es dazu? Beschreibt mal in 5 Worten Euer Musikprojekt?
Welchem Musikgenre ordnet Ihr Euch zu?
Nils:
Simon und ich spielten damals Gothic- / Doom- Metal in der
Band Viola Dawn und als sich diese Band auflöste, beschlossen
wir beide, eine neue Band mit einer anderen Stilrichtung und einer
schnelleren Gangart zu gründen.AEONS CONFER war geboren
und neue Bandmitglieder schnell gefunden. Wir fassten den Entschluss,
verschiedene Metal- Stilrichtungen miteinander zu kombinieren und diese
Mixtur mit einer gehörigen Portion orchestralen Bombast zu paaren.
Daher bezeichnen wir unsere Musik als MODERN SYMPHONIC DARK METAL.

Jana:
In Recherche zum Interview war in einem Bericht über Euch von 2003
immer nur die Rede von drei Bandmitgliedern: Simon, Nils und Tim.
Aus wie viele Bandmitgliedern besteht Ihr heute? Wie ist die Rollenverteilung?
Simon:
Im Laufe der Zeit hat sich das Besetzungskarussell des Öfteren
bei uns gedreht und wir sind froh nun ein festes Line- Up mit großartigen
Musikern zu haben. Aktuell bestehen wir aus 6 Bandmitgliedern.
Simon: Guitars
Nils: Drums
Alexander: Guitars
Bernhard: Vocals
Holger: Bass
Thomas: Keyboard

Jana:
Wie seid Ihr auf den Bandnamen "Aeons Confer"
(Aeons = Ewigkeit; Confer = verleihen, verhandeln, zuteilen übertragen) gekommen.
Was bedeutet der Bandname in "Eurem" Sinne?
Nils:
Die Idee hinter unserem Bandnamen und unserer Musik ist der, etwas Zeitloses zu
schaffen, ungeachtet irgendwelcher Trends oder Hypes, so dass wir uns in unserer
musikalischen Kreativität voll entfalten und darüber hinaus für neue Impulse aus der
Metalszene offen sein können. Wir geben unseren Fans mehr als eine Schublade,
in die sie uns stecken können, musikalisch, lyrisch wie auch vom Design.


Jana :
Nils, komponierst du immer noch die Stücke alleine oder gibt es auch
welche die in Teamwork entstanden sind? Was sind häufige Themen Eurer
Songs? Verarbeitet Ihr in Euren Songs Dinge die Ihr persönlich erlebt habt
oder soll Eure Musik zur Unterhaltung dienen? Wollt Ihr die Hörer emotional
ansprechen oder seht Ihr Euch als Partyband?
Simon:
Unsere Songs stammen Hauptsächlich aus meiner Feder bzw. liefere
ich das musikalische Fundament wobei die Ausarbeitung von einzelnen
Arrangements im Teamwork erfolgt, schließlich haben wir innerhalb
der Band einen guten Fundus was die musikalische Kreativität betrifft
und wollen diese auch so weit wie möglich nutzen. Während des Songwriting
Prozesses für das kommende Debüt Album, welcher sich zurück bis ins Jahr 2004
erstreckt, habe ich viel wert darauf gelegt die Songs persönlicher und direkter zu
schreiben, das Konzept des Albums stand schon früh fest und anhand dessen
konnte ich mich sehr gut an unterschiedlichen Stimmungen orientieren
und auf Persönliche Erlebnisse zurück greifen um die Musik in Einklang mit dem
Konzept auf den Punkt zu bringen. Der energiegeladene Opener ESP ist in seiner
Brachialität gleichzusetzen mit einer Art negativen Offenbarung, das majestätisch
klingende DESCENT liefert einem auf subtile Weise das Gefühl von Verlust,
AEONIZED ist hingegen eine absolute Kampfansage.

Jana :
Warum schreibt Ihr Eure Songtexte in Englisch? Könntet Ihr Euch auch vorstellen
ein deutsches Stück herauszubringen?
Bernhard:
Wir verstehen uns als Band, die auch international Interesse weckt, daher sind
unsere Lyrics Englisch und um ehrlich zu sein, es wird immer Englisch bleiben.
Das inhaltliche Konzept, das wir vor allem natürlich über die Texte transportieren,
soll nicht nur in Deutschland Beachtung finden. Die entsprechenden Reaktionen,
die uns von Fans aus anderen Ländern über Myspace und per E-mail mitgeteilt werden,
fallen durchweg positiv aus, was ja ein Hinweis darauf ist, dass wir diesbezüglich
etwas richtig machen. Zum anderen lassen sich unsere Ideen in keiner anderen
Sprache so gut wie in der englischen ausformulieren. Selbst wenn man nicht auf die
Lyrics achtet, fügt sich der Gesang hervorragend in unserem Sound ein und
bildet so eine Einheit mit der übrigen Musik. Der Gesang ist nur als eine Facette
unseres Gesamtsounds zu verstehen, denn jedem Instrument, so auch der Stimme,
kommt der gleiche Stellenwert zu.

Jana:
In einem Interview erzählte Nils, dass er schon seit seinem 16. Lebensjahr
Schlagzeug und Gitarre spielt und es auch eine Reihe von Bands gab in
denen er mitwirkte. Wie lange sind die anderen Bandmitglieder von
"Aeons Confer" bereits musikalisch aktiv?
Simon: 19 Jahre
Alexander: 9 Jahre
Bernhard: 17 Jahre
Thomas: 22 Jahre
Holger: 18 Jahre

Jana:
Über Eure Musik sagt Ihr selbst sie basiere auf der Grundlage
der Symbiose von High-Speed-Gitarren-Gewitter, dunkler Poesie
mit kräftigem Gesang,majestätischen Symphonien und höllischen Blast-Beats.
Habt Ihr musikalische Vorbilder, die Eure Musik beeinflusst / inspiriert haben?
Was hört Ihr gerade gerne?
Alexander:
Ich denke, dass vor allem Emperor uns in unseren Anfangstagen sehr stark
beeinflusst haben. Früher haben wir auch gerne mal "The Loss and Curse of
Reverence" oder "I am the Black Wizards" bei einer Probe gezockt.
Heute haben wir einen sehr viel eigenständigeren Sound dank Simons
besonderer Art, Songs und Riffs zu schreiben, die nicht abgekaut klingen
oder schon -zigmal irgendwo gehört wurden. Aber vielleicht hat die Liebe zum
Detail, die Emperor in ihrer Musik immer gepflegt haben, auch weiterhin auf uns
abgefärbt. Das besondere Augenmerk auf unsere eigenen Kreationen zu haben,
ist das was Aeons Confer in meinen Augen so besonders machen.In der
Dauerrotation laufen bei uns Bands wie z.B. Emperor, Strapping Young Lad, Septicflesh,
Arcturus, Divine Heresy, Abigail Williams und Martriden.

Jana:
Was macht Euch im Bezug auf andere Musiker Eures Genres besonders
/ was unterscheidet Euch?
Thomas:
Wir kombinieren verschiedene Stilrichtungen und Elemente miteinander und
kreieren dadurch unsere eigene Definition von Modern Symphonic Dark Metal.
Unsere Musik besteht aus tiefen Gitarren (F#), teils groovigen, stampfenden
und auch geblasteten Drumparts, gepaart mit symphonischen, synthetischen
und auch ambient Sounds, ergänzt durch Samples. Das Gesangsspektrum von
Bernhard erstreckt sich über Growlen, Shouten, clean Vox bis hin zu Spoken
Word Parts. Unterm Strich ist es unsere Mixtur die unsere Musik einzigartig macht.

Jana:
Würdet Ihr Euch eher als Studio-Musiker oder Live-Musiker bezeichnen?
Holger:
Wir streben in beiden Sparten nach Perfektion!
Jeder von uns hat den Anspruch, sich an seinem Instrument
bestmöglich zu entwickeln, was natürlich sowohl der Liveperformance
als auch den Studioaufnahmen zugute kommt. Bei den Proben investieren
wir dann viel Zeit, um alle Instrumente aufeinander abzustimmen
und alle Details des Album- und Live- Konzeptes auszuarbeiten.

Jana:
Was war Euer größtes Live-Erlebnis? Seid Ihr demnächst auf einem Festival vertreten?
Simon:
Unser Gig mit Ensiferum im Ballroom Hamburg lief für uns bis dato am besten.
Da wir uns bandintern z.Z. in der Arbeitsphase befinden und uns mit dem neuen
Line- Up auf Studioaufnahmen und Liveperformances vorbereiten, wird es wohl bis
Winter 2009 dauern, bis wir wieder die Bühne entern.

Jana:
Weitere Pläne für dieses Jahr (z.B. neues Album)?
Nils:
Wir arbeiten an unserem Debüt Album, welches den Namen
„SYMPHONIES OF SATURNUS“ tragen und eine Spielzeit von gut
70 Minuten haben wird. Parallel dazu entwerfen wir eine visuelle Thematik für
unsere Bühnenperformance.

Jana:
Wie viel bedeutet Euch die Musik? Wo liegen Grenzen (Familie, Beruf...etc.)?
Alexander:
Die Grenzen sind flexibel, je mehr Musik in unseren Leben Einzug hält,
desto besser.

Jana:
Würdet Ihr gerne mal mit jemandem zusammen arbeiten, wenn ja mit wem?
Simon:
Als Produzent mit Devin Townsend und für unsere Hintergrunduntermalung
mit dem London Symphony Orchestra.

das Interview führte Jana
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